12. April 2025 – Es war ein klarer FrĂŒhlingsmorgen im Quandthafen, die Sonne spiegelte sich auf der ruhigen WasseroberflĂ€che der Trave, und ein leicht salziger Wind wehte durch die Masten der Segelboote ringsum. Im groĂen Zelt am Rand des Hafens herrschte schon seit den frĂŒhen Morgenstunden geschĂ€ftiges Treiben â heute war der groĂe Tag: Das Motorboot vom Typ Adler34 sollte aus dem Winterlager geholt und endlich zu Wasser gelassen werden.
Langsam und mit der gebotenen Sorgfalt hob der Kran von SĂŒnde Jordt das Boot aus dem schĂŒtzenden Zelt. Die frisch polierte Lackierung durch Garry Mitchell glĂ€nzte in der Sonne, und das Blau des Rumpfes schien fast mit dem Himmel zu verschmelzen. Zentimeter fĂŒr Zentimeter schwebte das Boot durch die Luft, wĂ€hrend die Zuschauer im Hafen gespannt zusahen. Ein leichtes Knarzen des Krans, das Surren der Winde â dann ein sanftes PlĂ€tschern: Das Boot berĂŒhrte das Wasser der Trave und lag plötzlich da, als wĂ€re es nie woanders gewesen.
Doch der Höhepunkt des Tages stand noch bevor. Die GĂ€ste hatten sich an der Kaiwand versammelt, manche mit Sonnenbrillen, andere mit Kameras in der Hand. Dann trat der Eigner des Bootes nach vorn, hob ein Glas Rum â Don Papa, natĂŒrlich, aus edlem Holzfass â und begann die feierliche Taufrede.
âPoseidon, Herr der Meere, und Neptun, WĂ€chter der Wasserwege â möge dieses Boot unter eurem Schutz fahren, auf dass es stets sichere Fahrt habe und in jedem Hafen willkommen sei.â
Mit diesen Worten goss er feierlich ein Glas des Don Papa Rums in die Trave â ein symbolisches Opfer an die alten Götter des Meeres. Das Wasser glitzerte, als der Rum sich mit dem Fluss vermischte, als wĂŒrde die Trave selbst den Trank annehmen.
Dann kam der entscheidende Moment: Der Name wurde verkĂŒndet â Marisol. Der Schriftzug prangte in eleganten Lettern am Heck. Ein krĂ€ftiger Applaus brandete auf, begleitet von einem leichten Klirren der GlĂ€ser aus Pappe â denn nun wurde auch den Anwesenden eingeschenkt. Der Don Papa Rum kreiste, angestoĂen wurde auf den neuen Namen, die See und den beginnenden FrĂŒhling.
Es war ein Tag voller Freude, maritimer Tradition und dem Versprechen vieler kommender Abenteuer auf dem Wasser. Marisol war getauft â und bereit fĂŒr die Reise.
Ein besonderer Dank gilt Ralf, Olaf, Mark, Jörg, Rainer, Gilbert, Erol, AndrĂ©, Lars, Garry Mitchell, Fa. Grell und noch einigen mehr, ohne deren Hilfe ich dieses Boot nicht in diesen Zustand gebracht hĂ€tte! Danke dafĂŒr und ihr seid jederzeit willkommende GĂ€ste an Bord!










